Regenbogenbaby ♥

27. Juli 2020
Regenbogenbaby in einem Meer aus Knoepfen

HINWEIS VOR DEM LESEN: Das Herz in dem Titel zeigt eine Geschichte, welche auch traurige Teile beinhaltet.

Die erste Familien-Geschichte von

Regenbogenbaby Muffin und Sternchen Beanie

Zeilen und Wörter werden folgen, die nicht leicht zu schreiben sind, nicht leicht zu sagen sind, aber sie gehören ausgesprochen, sie gehören gehört!

 

Als ich mit meinem Herzensprojekt online gegangen bin, hat es nicht lange gedauert, bis ich eine erste E-Mail mit dem Titel: Neugeborenen-Regenbogenshooting in meinem Posteingang hatte. Das Besondere, was mich dabei noch zusätzlich berührt hat war, dass die Email eine Freundin der Betroffenen geschickt hat. Nicht die werdende Mama selbst. Eine wunderbare Geste.

Später bei unserem ersten Treffen erzählte mir die bald Mama, dass sie selbst nie daran gedacht hätte Fotos machen zu lassen, denn der Schmerz sitzt tief und die Angst genauso. Dies ist absolut verständlich. Während unseres Gesprächs und auch danach – speziell als die Eltern unter Freudentränen die fertigen Fotos sahen – strömte die Dankbarkeit über die Möglichkeit die sich geboten hat, über die Fotos, über diese besonderen Erinnerungen die sie jetzt von ihrem Regenbogenbaby, von ihrem Sternchenkind und als Familie gemeinsam haben, aus ihnen heraus.

Es ist mehr als verständlich, dass die Gedanken in solchen Zeiten nicht um Fotos kreisen. Jedoch nehmen gerade Fotos einen wichtigen Stellenwert in unserem Leben ein. Sie sind eine der wenigen Sachen, die uns von geliebten Menschen bleiben. Auch wenn es schwerfällt, denkt bitte darüber nach, eure Momente festzuhalten. Diese Momente werden zu Erinnerungen, die mit jedem Jahr mehr an Wert gewinnen.

Ich bin der Freundin der werdenden Eltern sehr dankbar, dass sie unsere Wege hat kreuzen lassen.

 

Die Geschichte

So möchte ich sehr gerne heute mit euch die erste Geschichte des kleinen Sternchens Beanie und dem Regenbogenbaby Muffin teilen:

Am 13.11.2017, 2 Wochen vor Geburtstermin, wurde Beanie (Spitzname des kleinen Wunders) still zur Welt gebracht.

Nach einer normalen und gesunden Schwangerschaft wurde den werdenden Eltern bei einer Routine CTG Untersuchung im Spital mitgeteilt, dass die Ärzte keinen Herzschlag mehr finden. Ihre Beanie starb im Bauch. „Sie haben eine Stunde um sich zu verabschieden“, sagten sie. „Leider passieren solche Sachen“, sagten sie. „Es ist sehr selten, leider ist es Pech.“, sagten sie. Dies war der Beginn eines Albtraums, aus dem kein Erwachen möglich ist.

Pure Hilflosigkeit. Der Boden wird unter den Füßen weggerissen.

Sie hatten ein paar Stunden mit ihrem Baby, anstelle eines Lebens.

Ein „Hallo und ein herzzerreissendes Tschüss“ in so kurzer Zeit.

38 Wochen in denen die Zukunft als Familie geplant und geträumt wurde. So wird sie nie passieren.

38 Wochen Liebe, die sich in Trauer und Tränen verwandelt hat.

Babybodies und Söckchen die ungenutzt im Kinderzimmer liegen bleiben.

Kinderwagen und Autositz, die unbenutzt in der Ecke liegen.

Eltern, die alleine nach Hause gehen.

 

Vielen Dank, dass ich diese Geschichte erfahren durfte, dass ich mittrauern und mich auch aus vollem Herzen mit euch – über euer Regenbogenbaby – freuen durfte. Denn nach der Angst, der Ungewissheit und der doch immer wieder aufkommenden Freude in der zweiten Schwangerschaft dürfen diese lieben Eltern nun ihr ganzes Glück und Wunder, die kleine Muffin, in Händen halten.

Jeder Regenbogen ist ein Lächeln des Himmels, das uns daran erinnert,
dass nach trüben Tagen auch wieder die Sonne für uns scheint.
(Peter Pratsch)

Ihr Regenbogenbaby

Noch mehr Fotos von Regenbogenbabys und auch deren Sternchen-Geschwistern findest du in meiner

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